Bring on the V's - The making of Varin Rich Cannabis Seeds

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Mehr V – Wie varinreiche Cannabissamen entstehen

Mehr V – Wie varinreiche Cannabissamen entstehen

THCV (Tetrahydrocannabivarin) gehört zu den faszinierendsten Cannabinoiden der Cannabispflanze. Trotzdem sind THCV-reiche Sorten überraschend selten. Während die Cannabisbranche jahrzehntelang Pflanzen auf immer höhere THC- und CBD-Gehalte gezüchtet hat, wurde THCV weitgehend übersehen. Obwohl das Interesse an weniger verbreiteten Cannabinoiden weiter wächst, bieten relativ wenige Züchter Cannabissamen an, aus denen Pflanzen mit nennenswerten THCV-Gehalten entstehen können.

Warum gibt es also nicht mehr THCV-reiche Cannabisgenetik?

Die Antwort liegt in einer Kombination aus Genetik, züchterischen Herausforderungen, bislang begrenzter Nachfrage und den erheblichen Investitionen, die für die Entwicklung wirtschaftlich nutzbarer THCV-reicher Sorten nötig sind.

Bei GTR Seeds arbeiten wir seit Jahren daran, diese Herausforderungen zu überwinden und THCV-reiche Cannabissamen zu entwickeln, die Growern mehr bieten als nur ein interessantes Cannabinoidprofil.

Was ist THCV, und warum ist es so selten?

THCV, ausgeschrieben Tetrahydrocannabivarin, ist ein natürlich vorkommendes Cannabinoid bestimmter Cannabissorten. Obwohl es THC strukturell ähnelt, besitzt THCV eine kürzere Seitenkette mit drei Kohlenstoffatomen statt der fünf Kohlenstoffatome bei THC.

Dieser scheinbar kleine chemische Unterschied verleiht THCV eigene pharmakologische Eigenschaften und macht es zu einem zunehmend interessanten Gegenstand der Cannabinoidforschung.

THCV wird häufig mit afrikanischen Cannabis-Landrassen in Verbindung gebracht, insbesondere mit Genetik aus Regionen wie dem südlichen Afrika. Doch selbst innerhalb dieser Populationen können die THCV-Gehalte erheblich schwanken. Das Original

Die meisten modernen Cannabissorten enthalten wenig bis gar kein nachweisbares THCV. Ist es vorhanden, dann meist nur in Spuren und nicht als wesentlicher Bestandteil des Cannabinoidprofils der Pflanze.

Diese Seltenheit ist kein Zufall. Sie ist größtenteils das Ergebnis jahrzehntelanger gezielter Züchtung, bei der andere Cannabinoide im Vordergrund standen.

Jahrzehntelang konzentrierte sich die Cannabiszüchtung fast ausschließlich auf THC

Über weite Teile der modernen Cannabiszüchtung dominierte ein Cannabinoid die Diskussion: THC.

Züchter wählten Pflanzen nach immer höheren THC-Gehalten, erwünschten Terpenprofilen, dichten Blüten und kürzeren Blütezeiten aus. Mit der Ausweitung des legalen Hanfanbaus wurde in jüngerer Zeit auch CBD zu einem wichtigen Zuchtziel.

THCV erhielt dagegen vergleichsweise wenig Aufmerksamkeit.

Das Problem: Die THCV-Produktion hängt von genetischen und biochemischen Wegen ab, die sich von denen der üblichen THC-Produktion unterscheiden.

THCV entsteht aus der Vorstufe Cannabigerovarinsäure (CBGVA), THC dagegen aus Cannabigerolsäure (CBGA). Diese Vorstufen werden über verwandte Stoffwechselwege gebildet, die unterschiedliche Ausgangsmoleküle nutzen.

Um THCV-reiches Cannabis zu entwickeln, müssen Züchter Pflanzen auswählen, die erhebliche Mengen an Cannabinoiden des Varin-Typs produzieren können. Es genügt nicht, einfach Pflanzen mit einem insgesamt hohen Cannabinoidgehalt auszuwählen. Die Produktion hängt grundlegend mit dem Stoffwechsel von Vorstufen zusammen, die aus Fettsäuren hervorgehen. Pflanzen, die THCV produzieren, sind äußerst schwer zu finden.

Eine Pflanze mit 30% THC ist nicht zwangsläufig näher an einer nennenswerten THCV-Produktion als eine mit 15% THC.

Jahrzehntelange Züchtung auf hohe THC-Potenz hat nicht automatisch Genetik mit hohem THCV-Gehalt hervorgebracht.

Wir begannen unsere „Suche“ 2018 mit einer wirklich furchtbaren Pflanze, die dennoch Potenzial zeigte: HO40. Es dauerte volle 3 Jahre Züchtung und Tests, bis wir unsere erste brauchbare CBDV-Genetik veröffentlichten. HO40 bildet erbärmlich lockere, luftige Blüten auf einem riesigen, spindeligen Gerüst und wird im Freien erst Anfang Januar reif – bei mindestens 12 Wochen Blütezeit. Es war ENORM viel Forschung und Entwicklung nötig, um nicht nur die Varin-Produktion zu stabilisieren, sondern auch Pflanzen zu erhalten, die tatsächlich Ertrag liefern.

Hier ist ein Foto von 2019, als wir Pflanzen zur Analyse einschickten.

Pflanzenproben aus dem Züchtungsprogramm von GTR Seeds auf dem Weg zur Analyse im Jahr 2019

Die richtige Ausgangsgenetik zu finden, ist schwierig

Eine der größten Herausforderungen bei der THCV-Züchtung ist die Suche nach geeigneten Elternpflanzen.

Viele Cannabissorten, die mit THCV beworben werden, produzieren nur Spuren davon. Selbst Genetik, die traditionell mit THCV-Produktion in Verbindung gebracht wird, kann uneinheitliche Cannabinoidprofile, erhebliche genetische Unterschiede oder relativ niedrige Gesamterträge an Cannabinoiden aufweisen.

Eine Pflanze mit messbarem THCV-Gehalt zu finden, ist das eine. Eine Pflanze zu finden, die ihre ausgeprägte THCV-Produktion zuverlässig an ihre Nachkommen weitergibt, ist eine ganz andere Herausforderung.

Züchter müssen Pflanzen mit günstigen Cannabinoid-Stoffwechselwegen identifizieren und diese Eigenschaften anschließend mit anderen wirtschaftlich wichtigen Merkmalen kombinieren.

Dazu gehören:

  • Hohe gesamte Cannabinoidproduktion

  • Erwünschte Blütenstruktur und Terpenprofile

  • Starkes vegetatives Wachstum und Wuchskraft

  • Einheitliche Blütezeiten

  • Resistenz oder Toleranz gegenüber Umweltstress

  • Zuverlässige Samenproduktion und genetische Einheitlichkeit

Einer vielversprechenden THCV-produzierenden Pflanze können mehrere dieser Eigenschaften fehlen.

Deshalb müssen Züchter oft über mehrere Generationen hinweg erwünschte Merkmale kombinieren, bevor eine Sorte für den kommerziellen Anbau geeignet ist.

Hohe THCV-Gehalte bedeuten nicht automatisch hohe Erträge

Die wohl am häufigsten übersehene Herausforderung bei der Züchtung THCV-reicher Cannabispflanzen ist der Unterschied zwischen Cannabinoidkonzentration und gesamter Cannabinoidproduktion.

Eine Pflanze kann innerhalb ihres Cannabinoidprofils einen relativ hohen THCV-Anteil aufweisen und trotzdem enttäuschende Erträge liefern, wenn sie nur wenig Blütenbiomasse bildet oder insgesamt niedrige Cannabinoidgehalte hat.

Für kommerzielle Grower ist dieser Unterschied entscheidend.

Betrachten wir zwei hypothetische Pflanzen:

Pflanze A: Produziert 10% THCV in ihren Blüten, liefert aber relativ wenig Biomasse.

Pflanze B: Produziert 7% THCV, entwickelt sich jedoch zu einer deutlich größeren Pflanze mit höherer Blütenproduktion.

Trotz ihres niedrigeren THCV-Prozentwerts könnte Pflanze B letztlich mehr THCV pro Acre produzieren.

Erfolgreiche THCV-Züchtung darf sich deshalb nicht ausschließlich auf Cannabinoid-Prozentwerte konzentrieren.

Bei GTR Seeds sind wir überzeugt, dass die wertvollste Cannabisgenetik erwünschte Cannabinoidprofile mit starker landwirtschaftlicher Leistung verbindet.

Für Landwirte, die Cannabinoide extrahieren möchten, kann der gesamte THCV-Ertrag pro Acre wesentlich wichtiger sein als der THCV-Prozentwert auf einem Analysezertifikat.

THCV-Züchtung erfordert umfangreiche Tests und Selektion

Hochwertige THCV-Samen zu entwickeln, ist nicht so einfach, wie zwei THCV-haltige Pflanzen miteinander zu kreuzen.

Die Cannabinoidproduktion wird von mehreren genetischen Faktoren beeinflusst. Zuchtpopulationen können sich in ihren chemischen Profilen erheblich unterscheiden.

Schon eine einzelne Kreuzung kann Nachkommen mit drastisch unterschiedlichen Verhältnissen von THC, THCV und anderen Cannabinoiden hervorbringen.

Um die vielversprechendsten Pflanzen zu identifizieren, sind umfangreicher Anbau, Cannabinoidanalysen und genetische Selektion nötig.

Anschließend müssen Züchter feststellen, ob sich diese erwünschten Merkmale in den folgenden Generationen zuverlässig reproduzieren lassen.

Dieser Prozess kann Tausende Pflanzen, mehrere Anbausaisons und erhebliche Laborkosten umfassen.

Erschwerend kommt hinzu, dass nicht alle Cannabis-Testlabore in der Vergangenheit gleich viel Wert auf die präzise Messung weniger verbreiteter Cannabinoide gelegt haben.

Zuverlässige Messungen von THCV und THCV-Säure sind für Zuchtprogramme, die sich auf diese Verbindungen konzentrieren, unverzichtbar.

Ohne präzise Analysedaten wählen Züchter leicht Pflanzen aus, die vielversprechend erscheinen, das gewünschte Cannabinoidprofil jedoch nicht zuverlässig hervorbringen.

Die Entwicklung THCV-reicher Cannabissamen verlangt ein ernsthaftes Engagement für Forschung, Analytik und langfristige Züchtung.

Für viele Cannabiszüchter haben Kosten und Komplexität diese Investition bislang schlicht nicht gerechtfertigt.

Der THCV-Markt entwickelt sich noch

Die kommerzielle Nachfrage hat enormen Einfluss darauf, welcher Cannabisgenetik Züchter Vorrang geben.

Jahrzehntelang wollten Grower vor allem THC-reiche Sorten. Mit der Ausweitung des Hanfanbaus wuchs die Nachfrage nach CBD rasch und später auch nach anderen weniger verbreiteten Cannabinoiden wie CBG und CBDV.

THCV erhält zunehmend Aufmerksamkeit. Sein Markt ist jedoch weiterhin deutlich kleiner und weniger etabliert als die Märkte für THC und CBD.

THCV wird auf mögliche Wirkungen auf den Stoffwechsel, die Appetitregulation und andere physiologische Vorgänge untersucht. Die Forschung befindet sich jedoch noch in der Entwicklung. Viele häufig wiederholte Aussagen über die Wirkungen von THCV sind bislang nicht durch große, hochwertige klinische Studien am Menschen belegt.

Interesse an THCV bedeutet nicht automatisch, dass ein ausgereifter kommerzieller Markt besteht.

Grower brauchen die Sicherheit, dass Verarbeiter, Hersteller und Verbraucher ihre Ernte kaufen werden, bevor sie Anbauflächen einem vergleichsweise unbekannten Cannabinoid widmen.

Züchter stehen vor einer ähnlichen Abwägung. Die Entwicklung einer neuen Sorte kann jahrelange Investitionen erfordern, bevor auch nur ein einziger Samen verkauft wird.

Mit wachsender THCV-Nachfrage erwarten wir, dass mehr Zuchtprogramme dieser Genetik Vorrang geben werden.

Die Entwicklung wirklich wettbewerbsfähiger THCV-Sorten wird dennoch Zeit brauchen.

Einheitliche THCV-reiche Samen zu entwickeln, ist schwieriger als Stecklinge zu produzieren

Es besteht ein wichtiger Unterschied zwischen dem Finden einer THCV-reichen Pflanze und der Entwicklung einer wirtschaftlich nutzbaren THCV-Samensorte.

Ein Züchter könnte eine außergewöhnliche Einzelpflanze mit hohen THCV-Gehalten und erwünschten Wachstumseigenschaften entdecken.

Diese Pflanze lässt sich möglicherweise über Stecklinge vermehren, wobei ihre individuellen genetischen Eigenschaften erhalten bleiben.

Samen zu erzeugen, die dieselben erwünschten Merkmale zuverlässig ausprägen, ist jedoch deutlich komplizierter.

Die Züchtung über Samen verlangt eine sorgfältige Auswahl der Eltern, die Bewertung der Nachkommen und wiederholte Tests, um vorhersehbare Leistungen zu erreichen.

Das ist für die kommerzielle Landwirtschaft besonders wichtig: Hier brauchen Grower Einheitlichkeit über Tausende oder sogar Millionen Pflanzen hinweg.

Landwirte im Großanbau können sich übermäßige Unterschiede bei Blütezeit, Pflanzenstruktur, Cannabinoidverhältnissen oder Enderträgen nicht leisten.

Bei GTR Seeds konzentrieren wir uns auf die Entwicklung feminisierter Samensorten, die besondere Cannabinoidprofile mit der Beständigkeit und landwirtschaftlichen Leistung verbinden, die Grower erwarten.

Triploid THCV-Samen zu entwickeln, erhöht die Komplexität zusätzlich

Die Triploid-Cannabiszüchtung eröffnet zusätzliche Möglichkeiten, bringt aber auch erhebliche technische Herausforderungen mit sich.

Herkömmliche Cannabispflanzen sind diploid, besitzen also zwei Chromosomensätze. Triploid-Pflanzen besitzen drei Chromosomensätze und entstehen üblicherweise durch die Kreuzung kompatibler diploider und tetraploider Elternpflanzen.

Triploid-Cannabis ist besonders interessant, weil seine verringerte Fruchtbarkeit die Bildung keimfähiger Samen nach einer Bestäubung erheblich begrenzen kann.

Für Grower, die auf Blüten- oder Cannabinoidproduktion setzen, kann eine verringerte Samenbildung ein attraktives Merkmal sein.

Um Triploid THCV-Samen zu produzieren, reicht es jedoch nicht, einfach eine THCV-reiche Pflanze zu finden.

Züchter müssen geeignete Elternlinien mit den gewünschten Cannabinoideigenschaften entwickeln, kompatible Ploidiestufen etablieren und die daraus entstehenden Triploid-Nachkommen sowohl auf ihre Cannabinoidleistung als auch auf ihre agronomischen Eigenschaften prüfen.

Die zusätzliche Zuchtarbeit, die Veränderung der Chromosomenausstattung und die erforderlichen Tests erklären mit, warum Triploid THCV-Samen nach wie vor außerordentlich selten sind.

Bei GTR Seeds konnten wir durch unsere Arbeit mit Triploid-Cannabis diese Möglichkeiten erforschen und unter anderem THCV-reiche Triploid-Sorten entwickeln.

GTR Seeds macht THCV-reiche Cannabisgenetik leichter zugänglich

Trotz dieser Herausforderungen sehen wir für THCV enormes Potenzial, während sich die Cannabisbranche über herkömmliche THC- und CBD-Produkte hinaus weiter ausdifferenziert.

Unser Zuchtprogramm konzentriert sich auf THCV-reiche Cannabissamen, die besondere Cannabinoidprofile mit der Wuchskraft, Beständigkeit und dem Produktionspotenzial verbinden, die Grower brauchen.

Zu unserem THCV-Portfolio gehören:

Double Durban THCV: Eine THCV-reiche Sorte mit einem kräftigen Terpinolen-Aroma, entwickelt für Grower, die besondere Cannabinoidprofile und hochwertige Blütenproduktion suchen.

Garlic Berry THCV: Verbindet gezielte THCV-Züchtung mit einzigartigen Knoblaucharomen und bietet Growern eine weitere Möglichkeit, diese neue Cannabinoidkategorie zu erkunden.

Auto Skunk THCV: Erweitert unser THCV-Angebot um eine eindrucksvolle Autoflower und bietet Growern zusätzliche Anbaumöglichkeiten sowie eine ordentliche Portion Skunk.

Gigantor Seedless: Eine THCV-reiche Triploid-Sorte, bei deren Entwicklung landwirtschaftliche Leistung und die Produktion cannabinoidreicher Biomasse im Mittelpunkt standen. Ein echtes Biest!

Diese Sorten sind das Ergebnis jahrelanger Züchtung, Selektion und Tests mit dem Ziel, THCV-reiches Cannabis für Grower leichter zugänglich zu machen.

Unser Ziel ist es, wirtschaftlich nutzbare Samensorten zu entwickeln, die eine nennenswerte Cannabinoidproduktion ermöglichen – und nicht einfach Pflanzen anzubieten, bei denen sich THCV nachweisen lässt.

Die Zukunft THCV-reicher Cannabissamen

Die begrenzte Verfügbarkeit THCV-reicher Cannabisgenetik ist kein Beleg dafür, dass THCV kein Potenzial hat.

Sie zeigt vielmehr, wie jung dieser Bereich der Cannabiszüchtung tatsächlich noch ist.

Die meisten modernen Cannabiszuchtprogramme wurden rund um THC aufgebaut. CBD rückte erst vergleichsweise kürzlich stärker in den Fokus. Neue Cannabinoidprofile zu entwickeln, erfordert Zugang zum richtigen genetischen Material, erhebliche Forschungsinvestitionen und jahrelange gezielte Selektion.

Mit den Fortschritten der Cannabinoidforschung und dem wachsenden kommerziellen Interesse an THCV erwarten wir deutliche Verbesserungen sowohl bei den THCV-Gehalten als auch bei der gesamten Ertragsleistung.

Die nächste Generation THCV-reicher Cannabisgenetik wird sich voraussichtlich nicht nur über Cannabinoid-Prozentwerte definieren, sondern auch über Beständigkeit, Wuchskraft, gesamte Cannabinoiderträge und die Eignung für den kommerziellen Anbau.

Bei GTR Seeds setzen wir uns dafür ein, diesen Fortschritt mit voranzutreiben.

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